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Geboren am 26.1.1950 in Bad Goisern Oberösterreich.
Der Vater Robert Haider ist von Beruf Schuster. Die Mutter Dorothea Haider geb. Rupp Lehrerin.
Beide Eltern waren
aktive Nationalsozialisten.
Robert Haider trat mit 15 Jahren in die Hitlerjugend ein, und beteiligte sich nach dem
Verbot der NSDAP 1933 an illegalen Schmieraktionen. Bei dieser
Gelegenheit wurde er festgenommen, konnte sich losreissen und
nach Bayern flüchten, wo er der
Österreichischen Legion - einer SA-Truppe - beitrat.
Im Juli 1934, beim Putschversuch der Nationalsozialisten,
überschritt Robert Haider mit seinen SA-Kameraden die Grenze nach
Österreich, musste aber nach dem Scheitern des Umsturzes
wieder nach Bayern flüchten.
Er leistete einen 2jährigen
Militärdienst und trat der NSDAP bei.
Nach dem Anschluss Österreichs an Nazideutschland kehrte er
nach Linz zurück,
wurde Gaujugendwalter der Deutschen Arbeitsfront. 1940 musste er
einrücken, wurde verwundet und ausgezeichnet.
1945 heiratete er die Arzttochter Dorothea Rupp, Funktionärin beim
Bund Deutscher Mädchen. Ein Onkel von Dorothea
Rupp kaufte 1941 das ehemals in
jüdischem Besitz gewesene Bärental - und vermachte dieses später
seinem Grossneffen Jörg Haider.
Robert Haider wurde 1945 inhaftiert, kam ins Lager Glasenbach,
und wurde von
den US-Truppen gezwungen, Massengräber mit Opfern der SS auszuheben.
Dorothea Haider musste in einem ehemaligen Kinderheim der
Volkswohlfahrt Putzarbeiten verrichten.
Beide Eltern wurden jedoch als minderbelastet eingestuft.
Robert Haider fand Arbeit
in einer Schuhfabrik, die Mutter durfte lange Zeit nicht unterrichten.
Trotz grosser materieller Probleme ermöglichten Robert
und Dorothea Haider ihrem Sohn den Besuch des Gymnasiums in Bad Ischl.
Jörg Haider schloss sich der deutschnationalen Schüler-Verbindung Albia an.
Unter seinen Lehrern am Ischler Gymnasium waren
viele ehemalige Nationalsozialisten.
1968 maturierte Haider mit Auszeichnung, nach dem Präsenzdienst in Salzburg ging
er 1969 nach Wien, um Jus zu studieren. Er schloss
sich der Burschenschaft Silvania
an und engagierte sich politisch im Ring Freiheitlicher
Jugend, wo er 1970 Bundesführer wurde.
Er gründete
die Monatszeitschrift Tangente, eine Plattform
der Kritik an Parteichef Friedrich Peter und dessen Kooperation mit Bruno Kreiskys
SPÖ-Regierung.
1972 wurde Haider Mitglied des Bundesvorstandes der FPÖ. Er war erst 22 Jahre alt.
Als die Konflikte mit Parteiobmann Friedrich Peter eskalieren,
sucht Haider eine Machtbasis in einer Landesorganisation.
1976 macht ihn der Kärntner FPÖ-Chef Mario
Ferrari-Brunnenfeld zum Landesgeschäftsführer.
1979 zieht er als jüngster Abgeordneter in den Nationalrat ein.
1983 wird Haider Parteiobmann in Kärnten und kritisiert von dort aus seinen
Parteichef öffentlich als "inkompetent" und "autoritär",
als "Umfaller" und "Schmähbruder". Sich selbst
charakterisiert Haider nun als "national-freiheitlich"
und grenzt sich damit deutlich vom liberalen Parteiflügel ab.
Nach den Nationalratswahlen von 1983 - die SPÖ unter Bruno Kreisky hat
die absolute Mehrheit verloren - will Haider Sozialminister in der SP-FP
Koalitionsregierung werden. Aber der damalige FP-Chef und Vizekanzler
Steger bietet ihm nur den Posten eines Staatssekretärs an, was Haider
ablehnt.
In Kärnten unterstützt er das Volksbegehren des Kärntner Heimatdienstes
gegen zweisprachige Schulen, im Jänner 1985 erregt er erstmals als
Verteidiger von Nazi-Kriegsverbrechern Aufsehen. Als der wegen Massen-
mordes verurteilte Walter Reder nach seiner Begnadigung durch Italien
vom österreichischen Verteidigungsminister begrüsst wird, gibt es Proteste
im In- und Ausland. Demgegenüber erklärt Haider, der SS-Offizier Reder
"habe nur seine Pflicht getan" wie Hunderttausende Österreicher.
Dass Verteidigungsminister Frischenschlager sich in einer israelischen Zeitung
für den Handschlag mit Reder entschuldigt, bezeichnet Haider als "unnötige
Fleissaufgabe".
Die FPÖ, sagt Haider den ausländischen Kritikern, sei keine Nachfolgeorganisation
der NSDAP - wäre sie das, hätte sie in Österreich die Mehrheit!
Die FPÖ-Führung erwägt Haider auszuschliessen, verzichtet aber dann doch
auf diesen Schritt. Haider bleibt auch Kärtner FPÖ-Chef und Landesrat,
muss aber das Tourismusressort gegen das Ressort Strassenbau eintauschen,
was er als persönliche Demütigung empfindet.
Im April 1986 erbt er von
seinem Südtiroler Onkel Wilhelm Webhofer das Kärnter Bärental
(im Wert von 300 Millionen Schilling).
Bei der Präsidentenwahl 1986 zwischen Kurt Waldheim und Kurt Steyrer
unterstützt Haider zunächst den SPÖ-Kandidaten, schwenkt aber dann auf
Waldheim um, als er sieht, dass dieser das nationale Lager geschlossen um sich
vereinigt.
Im September 1986 stürzt er auf dem Innsbrucker Parteitag
den damaligen FPÖ-Chef Norbert Steger.
Mit 57,7% wird er zum FPÖ-Chef gewählt.
Der neue SPÖ-Bundeskanzler Franz Vranitzky kündigt die Koalition mit der
FPÖ. Bei den darauffolgenden Nationalratswahlen verdoppelt Haider den Stimmenanteil seiner Partei.
1989 wird er mit den Stimmen der ÖVP zum Kärnter Landeshauptmann gewählt.
Bei den Nationalratswahlen 1990 erreicht die FPÖ bereits 16,6% der Stimmen.
1991 wird Haider wegen seiner Aussage zur "ordentlichen Beschäftigungspolitik
im Dritten Reich" als Landeshauptmann abgesetzt.
1992 kommt es zum offenen Konflikt mit seiner Generalsekretärin Heide
Schmidt. Schmidt kritisiert öffentlich die Ernennung des Nationalen Andreas
Mölzer, der mit rassistischen Äusserungen auf sich aufmerksam macht, zum Leiter
der Freiheitlichen Bildungsakademie. Haider entzieht der FP-Präsidentschaftskandidatin
Schmidt daraufhin die Wahlkampfunterstützung.
1993 organisiert Haider das sogenannte "Ausländer-Volksbegehren", in dem unter
anderem die Trennung der Schüler nach Herkunft und Muttersprache verlangt wird.
Das Volksbegehren wird ein Misserfolg. An den darin enthaltenen Formulierungen
ist der Konflikt zwischen Haider und Schmidt eskaliert, was schliesslich den Anstoss zur Gründung
des Liberalen Forums gab.
Im Wahlkampf um den EU-Beitritt bringt Haider die bisher europaorientierte FPÖ
auf Anti-EU-Kurs. Zwei Drittel der Österreicher entscheiden sich aber für den Beitritt.
1994 erringt die FPÖ wieder einen Erfolg bei den Kärntner Landtagswahlen und
erhebt Anspruch auf den Landeshauptmann. Verhandlungen mit der Kärntner SPÖ
werden aber durch ein Veto des Bundesparteivorsitzenden und Bundeskanzlers
Vranitzky abgebrochen. Haider schliesst daraufhin einen Pakt mit der ÖVP über
die Aufteilung der Machtbereiche in Kärnten. Als der Inhalt des Pakts an die
Öffentlichkeit gelangt, zieht sich auch die ÖVP im letzten Moment zurück. Haider
und seine Anhänger fühlen sich von beiden Grossparteien betrogen.
1995 wandelt Haider die FPÖ in eine "Bewegung" um. Im gleichen Jahr spricht er
vor ehemaligen Angehörigen der Waffen-SS.
1998 wird er zum zweiten Mal Landeshauptmann in Kärnten, diesmal als Obmann
der stimmenstärksten Partei.
Bei den Nationalratswahlen 1999 wird die FPÖ zum ersten Mal seit ihrer Gründung
zur zweitstärksten Partei Österreichs. Eine der wichtigsten Wahlkampfparolen hiess
"Stop der Überfremdung".
In seiner letzten Wahlkampfveranstaltung sagte Haider:"Wenn Bundeskanzler Klima
für die Osterweiterung (der EU) ist, dann soll er doch gleich in Tschechien kandidieren."
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